"Man muss den Brotkorb höher hängen"
- vor 5 Tagen
- 1 Min. Lesezeit

Die Redewendung vom Brotkorb, den man «höher hängen» müsse, ist keineswegs modernen Ursprungs. Sie stammt aus vergangenen Zeiten und bezog sich ganz wörtlich auf den tatsächlich hoch aufgehängten Brotkorb.
Im alten Haus des Christen Nutli ist ein solcher Brotkorb noch zu sehen: Er hängt hoch oben an der Decke über dem Küchentisch. So blieb das Brot ausser Reichweite der Mäuse – und auch der Kinder. Mit Brot ging man äusserst sparsam um, man musste es einteilen, und die hungrigen Kindermäuler mussten manchmal lange warten, bis sie die nächste «Brüütä» erhielten.
Brot war ein kostbares Lebensmittel. Das selbst angebaute Brotgetreide – oft Gerste – reichte selten aus. Den grösseren Teil musste man zukaufen. Das Getreide kam von weit her, was den Einkauf teuer machte und das ohnehin magere Haushaltsbudget stark belastete.
Im Nutli Hüschi begegnet man noch vielen weiteren Erinnerungsstücken aus der gar nicht immer so «guten alten Zeit».






