Wildheuen - grenzüberschreitendes Kulturerbe
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- 25. Jan.
- 1 Min. Lesezeit

Als "Wildheuen" wird ein Phänomen bezeichnet, das heute in verschiedenen Regionen nur noch in Erinnerungen und Erzählungen präsent ist. "Wildheueter" waren nicht parzellierte Flächen in alpinen Regionen, die – manchmal in Verbindung mit einer Verpachtung – bewirtschaftet werden konnten, um den Heuertrag in den Talflächen und den im Grundbuch eingetragenen Bergmädern zu ergänzen. Das in den steilen und abgelegenen Lagen gewonnene Heu wurde gelagert und im Winter ins Tal befördert. Oft wird das Wildheuen als Walser Erbe angesehen. In manchen Regionen wird es auch als Gratheuen bezeichnet. Die Form der Bewirtschaftung wurde in vielen Regionen bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts durchgeführt. Der Strukturwandel der Landwirtschaft hat vor einigen Jahrzehnten zur ihrem Ende geführt. Wissen rund um das Thema „‘Wildheuen“ wird in einem grenzüberschreitenden Projekt in Zusammenarbeit mit dem museumsverein Klostertal gesammelt und vermittelt.
Die Wanderausstellung aus dem Klostertal ist vom 01. bis 28. Februar 2026 zu Gast im Nutli Hüschi und kann während der Öffnungszeiten besucht werden.






